Das Strohfeuer der Gäste verpuffte schnell. Nach einem Schuss von Max Leimeister, den der FC-Keeper abwehrte und einem vergebenen Nachschuss (5.) dauerte es eine halbe Stunde, bis der Aufsteiger erneut gefährlich im Miesbacher Strafraum auftauchte. Die Leitl-Burschen hingegen kombinierten, nachdem sie ihre Schlafmützigkeit abgelegt hatten, sicher, begünstigt durch das körperlose Spiel der Gäste im Mittel feld. So ergaben sich die Chancen fast zwangläufig. Andreas Götschl köpfte einen Dietze - Freistoß über die Latte (8.) und Michael Feicht verfehlte eine Vorlage von Thomas Breiherr in den Fünfer nur knapp (16.) Als Feicht im Strafraum niedergestreckt wurde, hämmerte Dietze den Elfmeter souverän zum 1:0 (25.) unter die Latte. Auch am 2:0 (41.) war Feicht beteiligt. Max Lenhart im TSV-Tor konnte seinen scharfen Querpass im Fünfer nur abfälschen und Nicki Weigl blieb vor dem Treffer sogar die Zeit, triumphierend die Hand in die Luft zu strecken.
Auch die Anfangsphase nach dem Wiederanpfiff gehörte den Gästen. Benedikt Platzer traf nach einem Fehler von Markus Seitz das Außennetz (47.). Das 3:0 (60.) ging auf das Konto des Ebersberger Keepers. Lenhart schoss Stefan Münch an, der locker einschob. Dem 4:0 (66.) ging ein Traumpass von Weigl voraus. Feicht, der in den Sechzehner eindrang, wurde gefoult und Dietze verwandelte den nächsten Strafstoß. Auch das 5:0 (70.) ging, nach einer exakt getimten Flanke von Andreas Götschl, auf das Konto von Dietze. Der Ehrentreffer zum 1:5 (85.) fiel nach einem weiteren Elfmeter. Platzer verwandelte sicher.
Stefan Zimmerhakl - Florian Ploschka (78. Max Herrmann), Michael Egger, Siegi Heiß, Andreas Götschl - Markus Seitz (61. Martin Rosenberger), Thomas Breiherr, Dominik Weigl, Michael Feicht - Stefan Münch(77. Andreas Voulgaris), Sebastian Dietze.
„Anfangs haben wir kein Tor gemacht und dann waren wir im Mittelfeld nicht mehr präsent“, so der Ebersberger Trainer Massimo Foraterra.
Der Miesbacher Vorsitzende wollte die fünf Treffer nicht überbewerten. „Der Sieg ist um ein oder zwei Tore zu hoch ausgefallen. Künftig müssen wir konzentrierter in der Abwehr arbeiten. Gegen einen stärkeren Gegner können die Fehler ins Auge gehen“, erklärte Robert Egger.